Im Frühjahr präsentierten die Studierenden des KMM-Masterstudienganges traditionell die Ergebnisse ihrer Praxisprojekte aus dem Wintersemester. Sowohl die Semesterprojekte des ersten Semesters (= Projektkonzeption und -umsetzung durch die Projektgruppen über ein ganzes Semester) als auch die “interdisziplinären Werkstätten” (= kurze, intensive Projektwochen mit Fokus auf strategische Beratung der Projektgeber) im dritten Fachsemester beschäftigen sich mit konkreten Projekten aus der Kultur- und Medienwelt Hamburgs.

Im Wintersemester wurden folgende Projekte durch KMM begleitet und umgesetzt.

KMM Projektstudium

Art Inc. – Unternehmen in Hamburg zeigen Kunst

Zusammen mit der Kommunikationsagentur newskontor wurde das Projekt „Art Inc. – Unternehmen in Hamburg zeigen Kunst“ initiiert, das unternehmerische Kulturförderung und „Kunsträume“ in Hamburger Unternehmen sichtbar macht. Ob ganze Sammlungen, einzelne Werke oder Kunst von Nachwuchskünstlern – die teilnehmenden Unternehmen zeigen an einem Wochenende im Herbst 2013 im Rahmen von kostenlosen Führungen Kunst in ihren Räumlichkeiten. Begleitet wird dies von einem Webmagazin und einer vertiefenden Podiumsdiskussion. Schirmherr des Projekts ist der Arbeitskreis Corporate Collecting des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI, Projektpartner ist die Handelskammer Hamburg.

Der Hamburger Jazzpreis im Rahmen des Elbjazzfestivals

Der von der Dr.E.A.Langner Stiftung ausgeschriebene Hamburger Jazzpreis wechselt seine Trägerschaft und wird dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen des Elbjazz Festivals verliehen. Langfristig soll der Preis, der Hamburger JazzmusikerInnen würdigt und fördert, ein fester Bestandteil des Elbjazz Festivals werden. Ein KMM-Projektteam führte dabei das diesjährige Ausschreibungs-, Bewerbungs- und Nominierungsverfahren zur Bestimmung des Preisträgers durch, erarbeitete und verbreitete ein neues Erscheinungsbild des Preises (Corporate Design & Homepage) und konzipierte die Preisverleihung. Die Gruppe entschied sich zur Weiterbegleitung und Durchführung der Verleihungsveranstaltung am 25. Mai.

Theaterclubs für Jugendliche in Altona

Ab dem 2. April stürmen zahlreiche Jugendliche aus Altona die Theaterbühne. Das Schauspiel-Studio Frese beauftragte eine KMM-Projektgruppe ein Konzept für  zwei Jugend-Theaterclubs (Altersgruppen: 11-15 und 15-20 Jahre) zu entwickeln. Die Idee des Projekts lautet: Theater für alle! Damit auch Jugendliche aus sozial und finanziell schwierigen Verhältnissen teilnehmen können, war es das Ziel der Projektgruppe, einen geringen Monatsbeitrag sicherzustellen. Die Suche nach finanziellen Förderern war erfolgreich: Durch die finanzielle Unterstützung der Sparda-Bank Hamburg eG, der Stiftung Hamburger Wohnen und der Bezirksversammlung Altona kostet die Teilnahme nur noch 15 Euro im Monat. Proben werden die Jugendlichen in den Räumen der Schauspielschule und im Kulturhaus III&70.

Marketing-Relaunch für das “Ensemble Resonanz”

Das Ensemble Resonanz möchte den Bekanntheitsgrad und die Auslastung der Konzertreihe “Resonanzen” steigern und sich jüngere Zielgruppen erschließen. Im Rahmen des Marketing-Relaunches des Ensembles war es die Aufgabe einer Projektgruppe, Handlungsempfehlungen anhand von ausgewählten Analyseinstrumenten zu formulieren. Der Fokus der Handlungsempfehlungen lag dabei auf der Außenkommunikation und der Einbeziehung des Zuschauers. Die Projektgruppe machte bei der Abschlusspräsentation deutlich, welche Möglichkeiten und Potenziale bei der Gestaltung des Konzertrahmens, in der Nutzung von Social Media und beim Einsatz klassischer Marketinginstrumente bestehen.

Interdisziplinäre Werkstätten (23. Jahrgang)

Altes Finanzamt – Große Bergstraße 264

Eine KMM-Projektgruppe beschäfigte sich mit der Identität des Hauses in der Großen Bergstraße 264/66, in dem das KMM-Institut gemeinsam mit anderen Parteien aus der Kultur- und Kreativwirtschaft seit einem Jahr angesiedelt ist. Hierbei standen folgende Fragen im Fokus: Was kann das “Kreativzentrum Altes Finanzamt Altona” für den Stadtteil anbieten? Gibt es Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten, die Angebote und Interessen der Mieter gemeinsam in der Nachbarschaft und den politischen Ebenen zu vertreten? Wie könnte eine gemeinsam gestaltete Zukunft im Haus aussehen?

Um alle Hausparteien mit ins Boot zu holen, wird zu einem Runden Tisch eingeladen, bei dem sich die Beteiligten kennenlernen und über die Kernfragen austauschen können. Darüberhinaus wird der Eingangsbereich des alten Finanzamts von der Projektgruppe mit Informationen und Bildern zur Geschichte und zur aktuellen Nutzung des Hauses gestaltet.

Hanseatische Materialverwaltung

Eine KMM-Projektgruppe hat in der Interdisziplinären Werkstatt dem gemeinnützigen Start Up Hanseatische Materialverwaltung geholfen den Bereich Fundraising klar zu umreißen. Die beiden Gründer benötigten für ihr Unternehmen einen Überblick über die Förderlandschaft in Hamburg und Deutschland, sowie konkrete Maßnahmen für die erste Zeit nach der Gründung.

In einer ersten intensiven Arbeitsphase entwickelte das Team einen 30seitigen Handlungsleitfaden, der einen Überblick und Ansätze für das Fundraising in Hamburg und auf Bundesebene gibt. In einem zweiten Schritt erarbeitete das Team zusammen mit den Gründern auf Grundlage des Leitfadens konkrete Maßnahmen für eine kurzfristige Mittelbeschaffung.

altonale

Die altonale ist eine Kombination aus Straßenfest und Kulturfestival. Sie findet jeden Sommer in Hamburg-Altona für 14 Tage statt. Über 500.000 Besucher erwarten die Veranstalter regelmäßig auf dem Straßenfest, im Gegensatz zum zeitlich vorausgehendem Kulturfestival, welches sowohl geringer frequentiert wird, als auch entsprechend weniger in der Öffentlichkeit präsent ist.  Im Rahmen der Interdisziplinären Werkstätten hat es sich die Gruppe der Studierenden zum Ziel gesetzt, ein Markenkonzept für die altonale-Initiative “Support Your Local Festival” zu entwickeln, um ein Bewusstsein speziell für das Kulturfestival in den Köpfen der Hamburger Bürger zu verankern und damit auch ihre Bereitschaft der finanziellen Unterstützung auf effektive Weise zu stärken. Schlussendlich konnte ein individuelles Konzept präsentiert werden, das diesen beiden Anforderungen von der Idee bis zu ihrer konkreten Umsetzung hin gerecht wird.